23.Dezember 2005

Logisch…
[ KulturLand. ]

Wie Sie sehen, haben wir uns ein neues Logo gegeben. Wieder etwas kryptisch, aber nur auf den ersten Blick. Bei dem rundlichen Zeichen handelt es sich um das Brandzeichen für Vieh aus dem Dorf Ţeline (dt.: Woßling, ung.: Pusztacelina), wie es einst mit einem heißen Eisen den Tieren aufgesetzt wurde. Warum aber jenes von Ţeline? Nun, hier die Begründung:

(1) Ţeline liegt im Ursprungsgebiet des Harbaches, der Namensgeber unseres Tales hier ist.
(2) Ţeline ist eines der vom Verschwinden und Vergessen bedrohten Dörfer der Region. Eines unserer Hauptanliegen ist es, mit verschiedenen Projekten etwas dagegen zu setzen und die Region aufzuwerten.
(3) Es ist rund.

Das Viehbrandzeichen von Ţeline

In diesem Sinne: Ihnen einen gesegnete Weihnacht, Gesundheit und Glück für das kommende Jahr!

Gabriela und Jochen Cotaru, KulturLand SRL

Das Gelächter der Deklassierten
[ Cultura. ]

Siebenbürgen-Drama, 2. Akt – E. Schlattners „Das Klavier im Nebel“

Um 6.00 Uhr früh am Montag, dem 04. April 2005, schließt Eginald Schlattner in sei-nem Schreibzimmer in Roşia/Rothberg die achte und endgültige Überarbeitung seines Romans „Das Klavier im Nebel“ ab. Im Februar hatte es von dem Buch noch gehei-ßen: „Es liegt in den letzten Zügen, löst sich von mir, wird fremd.“ Er hatte das Manu-skript durch einen Freund an den Verlag von Rumänien nach Wien bringen lassen. Das war vor 4 Jahren, und die letzte Hälfte davon hatte er dem Text immer wieder zugesetzt und dieser ihm. Nun sind es über 500 Seiten geworden. Nach allen damit verbundenen Strapazen schrieb er an jenem Morgen unter sein drittes Buch über Eu-ropa in Siebenbürgen nur noch ein einziges Wort: „Kaputt!“ Bei wiederholtem An-schauen schien es ihm am falschen Platz. „Ich habe es durchgestrichen und wie in alten Zeiten geschrieben SOLI DEO GLORIA“, erzählte er drei Wochen später in sei-nem Haus. Diesen Zusatz strich der Verlag. Schlattner aber nimmt in aller Herrgotts-frühe sich selbst beim Wort, geht zum Hoftor hinaus, das er im Schreibzimmer mittels einer einfachen Spiegelkonstruktion immer im Blick haben kann, und schließt die Kir-che auf, deren Informationstafel er mit dem Hinweis „Vor 1220 – älter als Berlin!“ ver-sehen hat. Eingetreten, legt er die Hände vors Gesicht und spricht: „Mein Herr und Gott, lass mir bitte nichts mehr einfallen zu dem neuen Buch!“ >>> weiterlesen

Neue Autobahn gefährdet Land und Leute
[ Mediu. ]

Im Winter 2003/ 2004 bekam der US-Konzern BECHTEL per nachgeschobenem Dringlichkeitserlaß die Lizenz zum Bau einer Autobahn. Sie soll von Bros an der ungarischen Grenze über Cluj (Klausenburg), Tîrgu Mures (Neumarkt) und Brasov (Kronstadt) nach Bukarest führen.
Per Staatsschulden finanziert, soll die Trasse 2,6 Milliarden Euro kosten. Angesichts der rumänischen Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtkosten für den rumänischen Staat bis zu 4 Milliarden Euro erreichen könnten.
Wen interessiert, was unter den großen Brücken geschieht? Hier eine Liste mit Web-Beiträgen zum Thema. >>> weiterlesen

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